Frauen 1: Erfreuliches Osterwochenende

Endlich gelang dem SV Reitsch mal wieder ein Dreier. Gegen den Tabellenvorletzten TSV Neudorf, mit dem man nun den Platz tauschte, klappte es mit dem Toreschießen wie am Schnürchen. Direkt nach Neudorfs Anstoß schnappte man sich die Kugel, Lisa Eckert spielte einen hervorragenden Pass durch die Schnittstelle der Neudörfer Abwehr und Kristin Rebhan vollendete gekonnt ins lange Eck. Doch die Führung hielt nur eine Minute und der Gastgeber kam durch einen schmeichelhaften Elfmeter zum Ausgleich. Doch das wollte Reitsch nicht auf sich sitzen lassen und Katrin Kittel mit einem Doppelschlag sowie Linda Querfurth stellten bis zur 20. Minute einen komfortablen 4:1 Vorsprung her. Ein von Katrin Kittel erzwungenes Eigentor bedeutete die 5:1-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Reitscherinnen Neudorf besser ins Spiel kommen und mussten ab der 58. Minute auch noch in Unterzahl spielen. Doch dadurch eröffneten sich mehr Räume, da Neudorf aufmachte und so gelangen Kristin Rebhan und Linda Querfurth weitere Tore. Mit einem weiteren Elfmeter verkürzte Neudorf auf 2:7. Kurz vor Schluss fiel nach einem Eckball noch das 3:7.

Den Schwung aus dem gewonnenen Ligaspiel vom Karsamstag nahm die Mannschaft von Thomas Richter dann mit ins BFV-Verbandspokal-Viertelfinale. Mit dem ETSV Würzburg stellte sich hier ein Gegner aus der Regionalliga in Reitsch vor. Auf Grund der Klassenzugehörigkeit hätten wohl die Wenigsten den Reitscherinnen hier einen Sieg zugetraut, doch hatten sie den Gast lange am Rande einer Niederlage. Zwar rannte man wieder einmal einem schnellen Rückstand hinterher, doch danach war von Würzburg nichts mehr zu sehen. Reitsch kämpfte und spielte selbst mutig nach vorne. Das brachte den Regionalligisten zur Verzweiflung. Der 1:1-Ausgleichstreffer fiel nach rund einer halben Stunde als Katrin Kittel einen Freistoß im Gehäuse unterbrachte. Als wenig später Linda Querfurth einen Eckball in die Maschen köpfte, mochte so mancher Zuschauer seinen Augen nicht trauen. Die Führung war verdient.

Im zweiten Durchgang kam Würzburg energischer aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Dieser fiel schließlich in der 58. Minute als Topstürmerin Desic hinter der Abwehr an den Ball kam und Torhüterin Leonie Knöchel mit einem satten Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Reitsch verlagerte sich nun aufs Verteidigen und konnte nach vorne nur noch für wenig Entlastung sorgen. Doch Würzburgs Offensive kam auch nicht zur Entfaltung. Erst kurz vor Schluss als viele schon einem Elfmeterschießen entgegen fieberten, stahl sich Desic doch noch einmal davon und konnte den Siegtreffer für den Regionalligisten erzielen.

Reitsch muss sich für diese Niederlage gegen einen zwei Klassen höher spielenden Verein nichts vorwerfen. Lange Zeit konnte nämlich kein Klassenunterschied festgestellt werden. Den Schwung dieser Partie gilt es nun mitzunehmen und kommenden Samstag im Heimspiel gegen Bayreuth nachzulegen. Noch haben die Reitscherinnen genügend Spiele um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.