
Quelle: Nordbayerische Nachrichten
Gaudi-Spiele bis nach Mitternacht
Bayernligist Reitsch sahnt beim ,Ladies-Late-Night-Cup‘ ab — Von Pezziball bis Jonglieren - 22.01. 18:00 Uhr
NEUNKIRCHEN - Mehr als nur sportlich-freundschaftliche Stimmung herrschte beim „2. Ladies-Late-Night-Cup“ der Frauenfußballerinnen in Neunkirchen. Das von den Nordbayerischen Nachrichten präsentierte und vom TSV Brand veranstaltete Mitternachtsturnier begeisterte mit spannendem Fußball, lustigen Gaudi-Spielen und ausgefallenen Zuschauerpreisen.
Es ist eine einfache Baustellenschaufel, die da im Laufe des Sonntags auf der Facebookseite der Reitscher Bayernliga-Fußballerin Heidi Karger erscheint. „Da ist das Ding! Was man nicht alles beim Fußball gewinnt“, freut sich Karger dazu per Text. Ihre Mannschaft hatte am Vortag sowohl im Gaudi-, als auch im sportlichen Wettbewerb des „Ladies-Late-Night-Cups“ in Neunkirchen abgeräumt. In kürzester Zeit klicken zehn Spielerinnen den „Gefällt mir“-Button unter Kargers Schaufel-Eintrag — Spielerinnen von gegnerischen Teams wohlgemerkt.
Das Freundschaftliche stand auch am Vortag beim Turnier im Mittelpunkt. Wieder wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und gespielt — zweitrangig dabei, wer für welche Mannschaft auf Torejagd ging. Die Spielerinnen trafen sich zum gemütlichen Smalltalk, die Trainer hielten Schwätzchen — und Sandra Adelfinger, der verletzten Hausener Torjägerin (siehe Lokalsportseite 1), wurde wahrscheinlich noch nie von so vielen Seiten eine „Gute Besserung“ gewünscht.
Der Sekt floss genauso gut wie die Spielzüge, diesmal trafen die Favoriten und Vorjahresfinalisten, der SV Reitsch (Bayernliga) und die SpVgg Hausen (Landesliga), schon im Halbfinale aufeinander (1:1, 6:4 nach Neunmeterschießen). Im anderen Semifinale spielte sich Bezirksligist Brand gegen Ligakonkurrent Hollfeld überraschend ins Endspiel (4:1).
Unterbrochen wurde das fünfstündige Turnier immer wieder von Gaudi-Spielen. Punkte gab es für den schärfsten Schuss, die meisten getroffenen Torlatten, die meisten Kontakte beim Balljonglieren. Für Gejohle auf der hervorragend gefüllten Tribüne sorgte der kurzzeitige Austausch des Spielballs in einen Pezziball.
Im Spiel um Platz 3 bezwangen die Hausener wiederum Hollfeld mit 4:1, im Finale sicherte sich Reitsch dank eines 6:2 über Brand erneut den Siegerpokal sowie eine mobile Auswechselbank. Die Brander Mädels können sich dafür über einen Tagesausflug ins Königsbad freuen.
Beste Torschützinnen wurden mit je fünf Treffern Martina Nögel (Hausen, gleichzeitig von den Trainern zur besten Spielerin gewählt), Marsia Gath (Hausen), Katrin Kittel (Reitsch). Beste Torhüterin wurde Valerie Duening (Stöckach).
Nicht zu kurz kamen auch die Zuschauer, unter denen als Hauptpreis ein Gutschein vom Reisebüro Fees verlost wurde. Außerdem gab es Obstkörbe, Frühstücks-Ei-Köpfer oder Weißbiergläser zu gewinnen. Und, ach ja, natürlich: Baustellenschaufeln.
Quelle: Nordbayerische Nachrichten